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Ratgeber · Google & Sichtbarkeit

Bei Google sichtbar sein als Handwerksbetrieb — einfach erklärt.

Du hörst überall, Du musst „bei Google gefunden werden". Aber was heißt das konkret? Dieser Artikel erklärt ohne Fachbegriffe, wo Du bei einer Suche überhaupt auftauchen kannst — und welche ersten Schritte sich lohnen.

7 Min Lesezeit Aktualisiert 29.06.2026 Von Marcus Lindow

Du hörst es von der Kammer, vom Kollegen, vom Schwiegersohn: „Ihr müsst bei Google gefunden werden." Nur sagt Dir keiner, was das eigentlich heißt. „Bei Google sichtbar" klingt nach einer großen, teuren Sache — ist es aber nicht. Es sind drei einfache Orte, an denen ein Kunde Dich findet, wenn er auf dem Handy „Elektriker Wismar" oder „Tischler Stralsund" tippt. Wenn Du diese drei Orte verstanden hast, weißt Du auch, wo Du anfängst.

Was „bei Google sichtbar" überhaupt heißt.

Mach den Test selbst. Nimm Dein Handy und tippe bei Google Dein Gewerk und Deine Stadt ein — „Dachdecker Rostock", „Sanitär Greifswald". Von oben nach unten siehst Du fast immer dasselbe Muster:

  • Ganz oben manchmal ein, zwei Treffer mit dem kleinen Wort „Gesponsert" oder „Anzeige" — die hat jemand bezahlt.
  • Darunter eine kleine Landkarte (Google Maps) mit meist drei Betrieben und roten Stecknadeln — das ist der erste Platz, den niemand kaufen muss.
  • Darunter die normalen blauen Links — die Websites der Betriebe.

„Sichtbar sein" heißt: an einem dieser Plätze aufzutauchen, wenn jemand in Deiner Nähe nach Deiner Leistung sucht. Mehr nicht. Und der größte Teil davon — die Karte und die Sterne — kostet keinen Cent. Schauen wir uns die drei Orte einzeln an.

01

Die Karte mit den drei Betrieben

Direkt unter den Anzeigen kommt bei fast jeder Handwerker-Suche eine kleine Landkarte. Das ist Google Maps mit meist drei Betrieben und roten Stecknadeln. Das ist der wichtigste Platz, denn er steht weit oben und kostet nichts. Was dort erscheint, ist Dein Google-Unternehmensprofil — früher hieß es „Google My Business". Das ist der kostenlose Eintrag mit Name, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Wer in diesen drei Karten-Treffern steht, wird angerufen. Wer darunter rutscht, oft nicht. Fachleute nennen diese Box das „lokale Dreierpack".

02

Die normalen Treffer darunter

Unter der Karte stehen die normalen blauen Links — das sind Websites. Hier kann Deine eigene Website auftauchen, wenn sie technisch sauber gebaut ist und das Thema abdeckt, nach dem gesucht wird. Dieser Platz ist langsamer zu erobern als das Profil, aber er zählt: Wer mehr wissen will — Preise, frühere Arbeiten, „passen die zu mir" — klickt auf eine Website. Und die Karte oben verlinkt ebenfalls auf Deine Website. Ohne Seite, die am Handy schnell lädt und die Telefonnummer oben zeigt, verschenkst Du diese Besucher.

03

Die Sterne neben dem Namen

Die Sternchen, die Du in der Karte und neben den Treffern siehst, sind Google-Bewertungen. Sie sind kein eigener Ort, sondern tauchen überall mit auf — und sie entscheiden mit. Stehen zwei Betriebe gleich weit weg nebeneinander, schaut der Kunde auf die Sterne und auf die Zahl der Bewertungen. Vier Sterne aus 60 Stimmen wirken stärker als fünf Sterne aus drei. Bewertungen kosten kein Geld, aber sie kommen fast nie von allein — Du musst nach jedem Auftrag danach fragen.

Wo Du anfängst — in dieser Reihenfolge.

Du musst nicht alles gleichzeitig anpacken. Es gibt eine sinnvolle Reihenfolge, vom größten Hebel zum kleinsten:

  1. 01

    Such Dich selbst (5 Minuten). Gewerk + Stadt bei Google eingeben. Stehst Du in der Karte? Gibt es Deinen Eintrag überhaupt? Schreib Dir auf, was Du siehst — das ist Deine Bestandsaufnahme.

  2. 02

    Unternehmensprofil sichern oder anlegen. Das ist der größte kostenlose Hebel. Über google.com/business legst Du das Profil an oder übernimmst ein vorhandenes. Google bestätigt, dass der Betrieb Dir gehört — heute meist per kurzem Video oder Telefon, seltener noch per Postkarte.

  3. 03

    Profil füllen. Richtige Kategorie, Öffnungszeiten, Telefonnummer, ein paar echte Fotos von Werkstatt, Team und Projekten, Deine Leistungen. Das ist der Punkt, an dem die meisten zu früh aufhören.

  4. 04

    Bewertungen anstoßen. Ab jetzt nach jedem zufriedenen Auftrag um eine kurze Bewertung bitten. Nicht kaufen, nicht erfinden — einfach fragen.

  5. 05

    Website prüfen. Lädt sie am Handy schnell? Steht die Telefonnummer oben? Wenn Du noch keine hast, ist das der nächste größere Schritt — aber erst, wenn das Profil steht.

Für die einzelnen Punkte haben wir eigene Artikel mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen: die häufigsten Fehler im Unternehmensprofil, wie Du Bewertungen sauber einsammelst und was eine Handwerker-Website kostet.

Was Sichtbarkeit nicht ist.

Drei Missverständnisse, die Dir Geld oder Nerven kosten können:

  • Nicht dasselbe wie bezahlte Anzeigen. Die Treffer mit „Gesponsert" sind gekauft und kosten pro Klick. Gefunden werden, ohne für jeden Klick zu zahlen, ist etwas anderes — und für die meisten Handwerksbetriebe das Fundament. Wann sich Anzeigen zusätzlich lohnen, ist eine eigene Frage.
  • Nicht „garantiert Platz 1". Niemand kann Dir einen festen Platz versprechen. Google entscheidet anhand vieler Faktoren, die keine Agentur vollständig steuert. Wer Dir das garantiert, verkauft Dir Luft.
  • Nicht bundesweit. Du willst nicht in München gefunden werden, sondern in Deinem Einzugsgebiet. Genau dafür ist das Profil gebaut — es zeigt Dich den Leuten in Deiner Nähe.

Mehr zur Frage, wann sich bezahlte Anzeigen rechnen und wann sie Geld verbrennen, steht in unserem Artikel zu Google Ads.

Realistische Erwartung.

Das Profil anzulegen und zu füllen, kostet Dich kein Geld und ein bis zwei Stunden Zeit. Sobald Google den Eintrag bestätigt hat, bist Du auf der Karte sichtbar. Ob Du dann auch in den oberen drei Treffern landest, zeigt sich meist nach vier bis acht Wochen — Du siehst das in der „Statistik" Deines Profils („Aufrufe", „Anrufe", „Routen-Anfragen"). Die normalen Website-Treffer brauchen länger, oft Monate. Wir haben Betriebe gesehen, bei denen ein sauberes Profil die Anrufe spürbar gehoben hat — und solche, bei denen erst die Website den Unterschied gemacht hat. Beides ist normal. Und nicht vergessen: Sichtbarkeit bringt nicht nur Aufträge, sondern auch Bewerbungen. Wenn Du keine Leute findest, kann das weniger am Fachkräftemangel liegen als daran, dass Dich online keiner sieht — dazu haben wir einen eigenen Artikel.

Häufige Folge-Fragen.

Kostet es Geld, bei Google sichtbar zu sein?
Das Unternehmensprofil und die Bewertungen sind kostenlos. Geld kostet nur, was Du freiwillig dazu nimmst: bezahlte Anzeigen oder eine neue Website. Das Fundament gibt es umsonst.
Brauche ich eine Website, oder reicht das Profil?
Zum Anfangen reicht das Profil — bei Suchen mit „Stadt + Gewerk" und wenig Konkurrenz oft sogar dauerhaft. Bei stark umkämpften Begriffen oder wenn Kunden mehr über Dich wissen wollen, kommt eine saubere Website dazu.
Wie lange dauert es, bis ich auftauche?
Auf der Karte bist Du, sobald Google den Eintrag bestätigt hat — das dauert je nach Bestätigungsweg wenige Tage bis gut zwei Wochen. Ob Du in den oberen drei Treffern stehst, zeigt sich über vier bis acht Wochen.
Muss ich mich irgendwo anmelden?
Ja, Du brauchst ein kostenloses Google-Konto. Das Profil legst Du über google.com/business an. Mehr ist für den Start nicht nötig.
Reicht nicht ein Eintrag bei MyHammer oder im Branchenbuch?
Solche Portale können ergänzen, aber sie ersetzen das Google-Profil nicht. Gesucht wird zuerst bei Google — und dort willst Du mit Deinem eigenen Eintrag stehen, nicht nur in einer fremden Liste, die andere Betriebe gleich daneben zeigt. Erst das Google-Profil, Portale sind die Kür.
Was ist mit Facebook oder Instagram?
Die können ergänzen, aber gesucht wird bei Google. Bau erst das Fundament — Profil, Bewertungen, Website. Soziale Netzwerke sind die Kür, nicht der Anfang.

Wenn Du den Anfang nicht allein machen willst: Wir richten Profil und Sichtbarkeit als Festpreis-Paket ein. Alle Details auf der Leistungsseite: Google-Sichtbarkeit für Handwerksbetriebe.

Nächster Schritt

Wenn Du beim Sichtbarwerden Hilfe brauchst — wir machen das.

Wir richten Dein Google-Unternehmensprofil ein oder räumen es auf — Festpreis 290 €. Danach stehst Du auf der Karte, hast saubere Einträge und weißt, wie Du selbst weitermachst. Kein Abo-Zwang, keine Garantie-Versprechen.

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